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Spielbericht SV Muttenz a - FC Oberdorf 1:1

Affentranger Kurt 13.06.2016

 

vom:      Samstag, 11.06.2016, 18.00 Uhr                                       

                                                  

Partie:     SV Muttenz a - FC Oberdorf   Resultat:  1:1 (0:0)            
                                          
 Zuschauerzahl:   60
 SR: Stevanovic Zoran  

Mannschaftsaufstellung:

Heigl; Türkyilmaz, Emini Arben, Kamber, Golubovic; Hashem, Predojevic, Spescha David, Lückner, Emini Naim, Soares Tiago

Auswechslungen:                             Torfolge:                                         Verwarnungen:                

65.   Ene für Kamber

86.   Pomes für Hashem

86    Soares Ricardo für Emini Naim

 

 

Nicht eingesetzt:

Imhof, Chukwu, Uran, Thommen

54.  0:1  Soares Tiago

85.  1:1  Neuschäfer Philipp

              (Penalty)

 

 

 

 

57. Kamber

60. Soares Tiago

74. Türkyilmaz 

83. Golubovic

 

 

 

 

Bemerkungen:

Oberdorf ohne Gehrig, Gentsch und Berger (alle verletzt), Yildiz Oktay ( andere Abwesenheit)

 

Der FC Oberdorf steigt in die 4. Liga ab

ka. Nach 2 Saisons in der 2.Liga Interregional (2010/11 und 2011/12),3 Saisons in der 2.Liga (2012/13, 2013/14 und 2014/15) sowie 1 Saison in der 3.Liga (2015/16) muss der FC Oberdorf zum 3.Mal innert 4 Jahren die bittere Pille eines Abstieges schlucken. Das 1:1 im Auswärtsspiel gegen den SV Muttenz war zu wenig, um die Liga zu halten, weil der 2.Liga-Aufsteiger AC Rossoneri gleichzeitig gegen BCO Alemannia Basel auswärts verlor. Damit wurde der Abstieg in die 4.Liga erst im allerletzten Spiel der Saison 2015/16 besiegelt. Die Gründe dafür sind aber weiter zurück zu suchen. Die Mannschaft drehte sich in der Rückrunde zu lange in einer Negativspirale und konnte sich erst spät – zu spät – daraus befreien. Die sehr jungen Spieler waren nach Spielschluss kaum zu trösten. Für sie war es in der ersten Saison bei den Aktiven gleich auch eine erste negative Erfahrung, mit der sie zuerst fertig werden müssen. „Kopf hoch Jungs, lasst euch auf keinen Fall unterkriegen. Ihr habt eine tolle Saison gespielt. Erfahrungen dieser Art gehören in einer Karriere dazu. Sie bringen euch, auch wenn es im Moment sehr weh tut, in eurer Entwicklung wieder einen grossen Schritt weiter!“

Für die „Chefetage“ des FC Oberdorf gilt es, die Geschehnisse in aller Ruhe zu analisieren. Die beschlossene Neuausrichtung im Verein, vermehrt auf „eigene“ junge Spieler zu setzen, muss wohl im nachhinein als etwas zu drastische und gleichzeitig auch als zu optimistische Massnahme gesehen werden. Sie ist aber für einen Landverein wie Oberdorf längerfristig trotzdem der richtige Weg und wäre so oder so einmal nötig geworden. Wenn das Kader nur eingermasseni zusammenbleibt, kann eigentlich nur ein rascher Wiederaufstieg als Ziel ausgegeben werden.

Zum Spielverlauf:

Die Oberdörfer konnten im Spiel gegen ein spielerisch stärkeres Muttenz insgesamt recht gut mithalten.  Der Druck des Gewinnenmüssens blockierte die Spieler aber doch etwas und sie konnten trotz grossem Engagement nicht ganz an die Leistung der vorangegangen Partien anknüpfen. In der ersten Halbzeit gab es auf beiden Seiten nur wenig torreife Szenen. Für Oberdorf war Tiago Soares für die erste nennenswerte Offenisvaktion in der 31. Minute verantwortlich Sein toller Schuss verfehlte das Ziel nur knapp. Kurz vor Halbzeit dann aber auch Pech für Muttenz, dass der Unparteiische nach einem vom Gegner im eigenen Strafraum begangenen Foul nicht auf Elfmeter entschied.

Nach ca. 10 Minuten der 2. Halbzeit wurde die Partie in für Oberdorf recht vielversprechende Bahnen gelenkt. Tiago Soares erzielte  dank sehr gutem Nachsetzen den Führungstreffer für die Gäste. Diese konnten die Führung, auch wenn die Einheimischen tempomässig etwas zulegten, lange recht souverän verwalten. 5 Minuten vor Ende der regulären Spielzeit kam aber noch  der „Hammerschlag“ in Form des Muttenzer Ausgleichs. Philipp Neuschäfer verwandelte einen Foulelfmeter im zweiten Anlauf. Zunächst parierte Schlussmann Heigl unter dem Jubel der Oberdörfer Anhänger den zu wenig platzierten Schuss. Die Jubelschreie blieben ihnen dann aber förmlich im Halse stecken, als nur der Penaltyschütze auf den Abpraller des Torwarts reagierte und das Leder doch noch definitiv in den Maschen versenkte. Das war für das Nervenkostüm der Oberdörfer zu viel. In den verbleibenden Minuten inkl. Nachspielzeit war dann zu viel Hektik im Spiel, um den einen Treffer, der den Ligaerhalt bedeutet hätte, noch erzielen zu können.    

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